Fusion unter Gleichen

12 June 2013

Grant Thornton baut Präsenz in Luxemburg aus:

„Fusion unter Gleichen“

Unternehmen beschäftigt 190 Mitarbeiter nach Zusammenschluss

Die Krise zwingt nicht nur den Bankensektor zu Fusionen. Auch im Bereich der Wirtschaftsprüfer gibt es Bewegung. Grant Thornton Luxemburg und PKF Luxembourg gaben am Dienstag ihren Zusammenschluss
bekannt. Die „Fusion unter Gleichen“ soll allen Beteiligten neue Wachstumsmöglichkeiten bieten. „Grant Thornton hat sich zum Ziel gesetzt, sein internationales Netzwerk zu verdoppeln“, sagte Thierry Remacle, Partner von Grant Thornton Lux Audit SA.

Diese Strategie werde jetzt auf nationaler Ebene umgesetzt: Grant Thornton Luxemburg fusioniert mit Weber&Bontemps, Abax Consulting und Abax Investment Services. Letztere wurden 1987 gegründet und waren bislang Mitglied im internationalen Netzwerk unabhängiger Wirtschaftsprüfer PKF. 

Vorerst noch zwei Standorte

Nach der Fusion fungieren die Firmen unter dem Namen Grant Thornton Luxembourg. Die Geschäftsfelder Finanzdienstleistungen, Audit, Tax und Consulting funktionieren dann als Filialen einer Muttergesellschaft und haben alle einen eigenständigen Business-Plan. „Die Fusion beruht wirklich auf dem Willen, eine gemeinsame Vision
zu teilen“, sagt Romain Bontemps. „Unsere Kunden stehen im Zentrum unserer Aufmerksamkeit“. „Bei der Fusion handelt es
sich um einen homogenen Zusammenschluss“, bekräftigt Jean-Michel Hamelle. Es habe keine Firma die andere geschluckt und alle neun Partner verfügten über die gleichen Anteile. „Unser Ziel ist es nicht, zu den
,Big 4‘ aufzuschließen“, erklärt Thierry Remacle. Die neue Firma will sich vielmehr in den Bereichen Versicherung und Buchhaltung positionieren und weiterhin eine enge Beziehung zu ihrer Kundschaft pflegen. Die insgesamt 190 Mitarbeiter der neuen Einheit bleiben vorerst noch räumlich getrennt. Ein Teil bleibt im ehemaligen Gebäude von Grant Thornton beziehungsweise Lux Audit in Capellen, während der Rest im ehemaligen Bontemps- Sitz in Strassen weiterarbeitet. Beim Auslaufen der jeweiligen Mietverträge soll sich das aber ändern.


Grant Thornton erhofft sich, durch den Zusammenschluss besser für die Zukunft aufgestellt zu sein. „Das Unternehmen wird in einer günstigen Ausgangslage sein, um sich den Herausforderungen, die die wachsende Regulierung ihres Kerngeschäfts kennzeichnen, zu stellen und somit weiterhin wirksame, hochqualitative Dienstleistungen an ihren Kunden zu gewährleisten“, heißt es in der Pressemitteilung. Die einzelnen Unternehmen erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von insgesamt
19 Millionen Euro. Diese Größenordnung wird auch nach
der Fusion angepeilt.

Grand Thornton International ist ein weltweites Netzwerk unabhängiger Gesellschaften in den Bereichen Beratung des Finanzsektors, Wirtschafts- und Rechnungsprüfung sowie Steuerberatung und Buchhaltung. Das Netzwerk hat Mitglieder in mehr als 120 Ländern und zählt über 35 000 Mitarbeiter